Monat: Mai 2018

Risiko

Demenz durch Alkohol

Der am stärksten beeinflussbare Risikofaktor für Demenz ist Alkohol: Er kann das Risiko um mehr als das Drei­fache ­erhöhen. Das folgern französische Forscher im Fachblatt Lancet Public Health nach der Auswertung fast einer Million Kranken­akten. Ab welcher Menge das Risiko steigt,geht aus den Daten nicht hervor. Als risikoarm gilt laut der Weltgesundheitsorganisation bei Männern ein halber Liter Bier oder ein viertel Liter Wein pro Tag,bei Frauen die Hälfte.

30.05.2018,Bildnachweis: istock/kiyanochka

Niederlande

Ab 18 Organspender

In den Niederlanden wird künftig jeder volljährige Bürger als Organspender erfasst. Will er das nicht,muss er schriftlich widersprechen. Auch in Deutschland wurde diese Möglichkeit diskutiert,doch nicht umgesetzt. Hier dürfen Organe nur entnommen werden,wenn der Verstorbene es so verfügt hat,etwa in einem Organspenderausweis.

29.05.2018,Bildnachweis: istock/Kerrick

Schönheits-OP

Fürs Foto unters Messer?

Eine kleinere Nase,straffere Lider und Wangen,um auf Bildern in sozialen Medien besser auszusehen. In den USA bekamen letztes Jahr 55 Prozent aller Plastischen Chirurgen solche Patientenwünsche zu hören – ein deutlicher Anstieg gegenüber 13 Prozent im Jahr 2016,zeigte eine Umfrage der American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgeons. Für Deutschland gibt es keine vergleichbaren Zahlen. Doch auch bei uns beeinflussen Trends in sozialen Medien die Patientenwünsche,sagten 80 Prozent der Schönheitschirurgen in einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

28.05.2018,Bildnachweis: iStock / Dirima

Emotionen

Was die Umarmung verrät

Ob aus Freude oder Trauer: In sehr emotionalen Momenten umarmen wir uns öfter von links als in neu­tralen Situationen. Das fanden Wissenschaftler der Ruhr-­Universität Bochum heraus. Sie werteten dazu mehr als 2500 Umarmungen aus. Der Grund sei biologischer Natur: Gefühle werden vor allem in der rechten Gehirnhälfte verarbeitet. Diese kon­trolliert die linke Körper­hälfte und führt bei großen Emotionen zu einer stärkeren Linksorientierung.

26.05.2018,Bildnachweis: istock/Jakob Wackershausen

Parkinson

Kalzium im Gehirn   Parkinson zählt zu den häufigsten Ner­ven­erkrankungen. Die Symptome sind unter anderem Zittern,Beweglichkeitsstörungen und Muskelsteifigkeit. Als eine mögliche Ursache haben Wissenschaftler das Protein Alpha-Synuclein in Verdacht. Es kommt auch in gesunden Nervenzellen vor,kann jedoch Ablagerungen bilden,die sich in den Nervenzellen von Parkinson-­Patienten nachweisen lassen.

Forscher der Universität von Cambridge (England) haben nun untersucht,warum. Offenbar beeinflusst Kalzium die Interaktion zwischen Alpha-Synuclein und Nervenstrukturen. Ist der Kalziumspiegel zu hoch,geht das Protein falsche Bindungen ein,die zu Ablagerungen führen können. Medikamente,die den Kalziumhaushalt ­beeinflussen,könnten deshalb auch bei Parkinson helfen,vermuten die Autoren in dem Fachmagazin Nature Communications.


 
24.05.2018,Bildnachweis: iStock/ktsimage

Toilette

Hygiene-Muffel

Nur acht Prozent der Toilettengänger reinigen ihre Hände anschließend wie empfohlen: mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife auch zwischen den Fingern. Das beobachteten Psychologie-Studierende der SRH Hochschule Heidelberg bei 1000 Besuchern in den Wasch­räumen öffentlicher Toiletten. Elf Prozent der Männer wuschen sich die Hände gar nicht. Bei den Frauen waren es drei Prozent.

23.05.2018,Bildnachweis: iStock/Tracey Ayton

Monatsblutung

Druck gegen Schmerzen

Frauen können krampfartige Schmerzen während der Periode mit Aku­­pressur selbst lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an der Berliner Charité. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten 221 Frauen zwischen 18 und 34 Jahren,die per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Nur in einer Gruppe drückten die Teilnehmerinnen bei Regelschmerzen bestimmte Punkte an Beinen,Füßen und Händen,die ihnen eine speziell für die Studie entwickelte App anzeigte. Nach drei Monaten berichteten 37 Prozent der Frauen aus der Aku­pressur-Gruppe über eine deutliche Schmerz­reduktion,nach sechs Monaten 58 Prozent. In der Kontrollgruppe waren es jeweils 25 Prozent. Zudem nahmen sie weniger Schmerzmittel ein.

22.05.2018,Bildnachweis: iStock/hannamonika

Heißgetränke

Besser lauwarm trinken

Für Menschen,die rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken,erhöhen sehr heiße Getränke das Risiko für Speise­röhrenkrebs deutlich. Das geht aus einer Analyse der Daten von 500 000 Personen hervor,die im Fachmagazin Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Bereits 2016 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung Heißgetränke mit einer Temperatur von mehr als 65 Grad generell als „wahrscheinlich ­­krebserregend“ ein.

21.05.2018,Bildnachweis: iStockphoto/vikif

Apothekerrat

Dosierspritze verstopft?

Fieber- und Antibiotikasäfte für Kinder müssen altersgerecht,manchmal auch nach Körper­gewicht dosiert werden. Am ­besten geht das mit einer Dosier­spritze. Wird sie nicht richtig ­­gereinigt,kann sie verstopfen.
Reinigen Sie die Dosierspritze gleich nach der Anwendung unter fließendem warmem Wasser,und bewahren Sie sie auseinandergebaut auf. Auch wenn ein bakterieller Infekt das Kind plagt,ist mehr Hygiene nicht notwendig. Im Gegenteil: Wird die Dosierspritze ausgekocht,kann sich der Kunststoff verziehen,und die ­Genauigkeit der Dosierung ist nicht mehr gewährleistet.

19.05.2018,Bildnachweis: iStock / Martin Barraud

Übergewicht

Was macht dick?   Fast ein Drittel der Menschen weltweit ist übergewichtig. Experten sehen die Ursache vor allem in veränderten ­Umweltbedingungen: Essen mit mehr Kalorien als früher und weniger Bewegung. Doch die breite Öffentlichkeit macht den Einzelnen selbst für seine Fettleibigkeit verantwortlich. Das ergab eine in der Fach­zeit­schrift Annals of Behavioral Medicine veröffentlichte Studie.


 
18.05.2018,Bildnachweis: istock/baona

Frühjahrsputz für die Hausapotheke

Ärmel hoch – #Frühjahrsputz!

Und zwar nicht nur bei Heim und Herd, sondern bitte auch in der Hausapotheke.

Raus: Abgelaufene Medikamente. Sie können unwirksam sein oder sogar schädliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Rein: Arzneimittel gegen Schmerzen, Durchfall und Magenverstimmungen. Gern beraten wir Sie zum Thema!

Flyer: Haus- und Reiseapotheke

Schlafapnoe

Schnarcher am Steuer

Wenn einer nachts „laut atmet“,wird das meist als nervendes Schnarchen abgetan. Doch mitunter steckt eine Schlaf­apnoe mit gefährlichen Atemaussetzern dahinter. Unbehandelt kann die Schlafstörung ernste Folgen haben. Betroffene erholen sich nachts nicht und sind dann tagsüber müde. Im Straßen­verkehr erhöht sich deshalb ihr Unfallrisiko. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hin.
Viele Menschen wissen gar nicht,dass sie im Schlaf immer wieder Atemaussetzer haben. Experten schätzen,dass in Deutschland 13 Prozent der Männer und 7 Prozent der Frauen betroffen sind. Aber auch andere Schlafstörungen und Atmungsschwächen werden am Steuer gefährlich. Im Jahr 2016 verursachte Übermüdung fast 1900 Verkehrsunfälle mit Verletzten.

15.05.2018,Bildnachweis: istock/szepy

Krankenhaus

Unnötig in die Notaufnahme

Krank außerhalb der Praxisöffnungszeiten? Dann ist die Notaufnahme für viele Menschen die erste Wahl. Das ergab eine ­repräsentative Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Binnen zehn Jahren suchten 54 Prozent der Befragten in Norddeutschland mindestens einmal eine Klinik-Notaufnahme auf. Aber nur sechs von zehn Patienten wurden von den Ärzten als Notfall eingestuft. Oft hätte auch der ärztliche Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) helfen können.

14.05.2018,Bildnachweis: iStock / vm

Psyche

Freunde ticken ähnlich

Gleich und gleich gesellt sich gern. Dass Freunde auf derselben Wellenlänge liegen,können Forscher auch am Gehirn ablesen. Psy­chologen der Universität von Kalifornien in Los Angeles (USA) zeigten Testpersonen Videos und beobachteten per Hirnscan,was dabei im Kopf passiert. Die Gehirn­­aktivitäten von Personen,die befreundet waren,glichen sich dabei auffallend,wie die Wissenschaftler in Nature Communications berichten. Sie konnten anhand der ähnlichen Reaktionen sogar vorhersagen,wie eng zwei Menschen miteinan­der befreundet sind.

12.05.2018,Bildnachweis: iStockphoto/Yobro10

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