Monat: Mai 2018

Monatsblutung

Druck gegen Schmerzen   Frauen können krampfartige Schmerzen während der Periode mit Aku­­pressur selbst lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an der Berliner Charité. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten 221 Frauen zwischen 18 und 34 Jahren,die per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Nur in einer Gruppe drückten die Teilnehmerinnen bei Regelschmerzen bestimmte Punkte an Beinen,Füßen und Händen,die ihnen eine speziell für die Studie entwickelte App anzeigte. Nach drei Monaten berichteten 37 Prozent der Frauen aus der Aku­pressur-Gruppe über eine deutliche Schmerz­reduktion,nach sechs Monaten 58 Prozent. In der Kontrollgruppe waren es jeweils 25 Prozent. Zudem nahmen sie weniger Schmerzmittel ein.


 
22.05.2018,Bildnachweis: iStock/hannamonika

Heißgetränke

Besser lauwarm trinken   Für Menschen,die rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken,erhöhen sehr heiße Getränke das Risiko für Speise­röhrenkrebs deutlich. Das geht aus einer Analyse der Daten von 500 000 Personen hervor,die im Fachmagazin Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Bereits 2016 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung Heißgetränke mit einer Temperatur von mehr als 65 Grad generell als "wahrscheinlich ­­krebserregend" ein.


 
21.05.2018,Bildnachweis: iStockphoto/vikif

Apothekerrat

Dosierspritze verstopft?   Fieber- und Antibiotikasäfte für Kinder müssen altersgerecht,manchmal auch nach Körper­gewicht dosiert werden. Am ­besten geht das mit einer Dosier­spritze. Wird sie nicht richtig ­­gereinigt,kann sie verstopfen.

Reinigen Sie die Dosierspritze gleich nach der Anwendung unter fließendem warmem Wasser,und bewahren Sie sie auseinandergebaut auf. Auch wenn ein bakterieller Infekt das Kind plagt,ist mehr Hygiene nicht notwendig. Im Gegenteil: Wird die Dosierspritze ausgekocht,kann sich der Kunststoff verziehen,und die ­Genauigkeit der Dosierung ist nicht mehr gewährleistet.


 
19.05.2018,Bildnachweis: iStock / Martin Barraud

Übergewicht

Was macht dick?   Fast ein Drittel der Menschen weltweit ist übergewichtig. Experten sehen die Ursache vor allem in veränderten ­Umweltbedingungen: Essen mit mehr Kalorien als früher und weniger Bewegung. Doch die breite Öffentlichkeit macht den Einzelnen selbst für seine Fettleibigkeit verantwortlich. Das ergab eine in der Fach­zeit­schrift Annals of Behavioral Medicine veröffentlichte Studie.


 
18.05.2018,Bildnachweis: istock/baona

Frühjahrsputz für die Hausapotheke

Ärmel hoch – #Frühjahrsputz!

Und zwar nicht nur bei Heim und Herd, sondern bitte auch in der Hausapotheke.

Raus: Abgelaufene Medikamente. Sie können unwirksam sein oder sogar schädliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Rein: Arzneimittel gegen Schmerzen, Durchfall und Magenverstimmungen. Gern beraten wir Sie zum Thema!

Flyer: Haus- und Reiseapotheke

Schlafapnoe

Schnarcher am Steuer

Wenn einer nachts „laut atmet“,wird das meist als nervendes Schnarchen abgetan. Doch mitunter steckt eine Schlaf­apnoe mit gefährlichen Atemaussetzern dahinter. Unbehandelt kann die Schlafstörung ernste Folgen haben. Betroffene erholen sich nachts nicht und sind dann tagsüber müde. Im Straßen­verkehr erhöht sich deshalb ihr Unfallrisiko. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hin.
Viele Menschen wissen gar nicht,dass sie im Schlaf immer wieder Atemaussetzer haben. Experten schätzen,dass in Deutschland 13 Prozent der Männer und 7 Prozent der Frauen betroffen sind. Aber auch andere Schlafstörungen und Atmungsschwächen werden am Steuer gefährlich. Im Jahr 2016 verursachte Übermüdung fast 1900 Verkehrsunfälle mit Verletzten.

15.05.2018,Bildnachweis: istock/szepy

Krankenhaus

Unnötig in die Notaufnahme

Krank außerhalb der Praxisöffnungszeiten? Dann ist die Notaufnahme für viele Menschen die erste Wahl. Das ergab eine ­repräsentative Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Binnen zehn Jahren suchten 54 Prozent der Befragten in Norddeutschland mindestens einmal eine Klinik-Notaufnahme auf. Aber nur sechs von zehn Patienten wurden von den Ärzten als Notfall eingestuft. Oft hätte auch der ärztliche Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) helfen können.

14.05.2018,Bildnachweis: iStock / vm

Psyche

Freunde ticken ähnlich

Gleich und gleich gesellt sich gern. Dass Freunde auf derselben Wellenlänge liegen,können Forscher auch am Gehirn ablesen. Psy­chologen der Universität von Kalifornien in Los Angeles (USA) zeigten Testpersonen Videos und beobachteten per Hirnscan,was dabei im Kopf passiert. Die Gehirn­­aktivitäten von Personen,die befreundet waren,glichen sich dabei auffallend,wie die Wissenschaftler in Nature Communications berichten. Sie konnten anhand der ähnlichen Reaktionen sogar vorhersagen,wie eng zwei Menschen miteinan­der befreundet sind.

12.05.2018,Bildnachweis: iStockphoto/Yobro10