Monat: Juli 2018

Hypertonie

Druck erfolgreich senken   Hoher Blutdruck kann besser behandelt werden,wenn die Patienten auch zu Hause messen. Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Lancet mit 1182 Hochdruck-Patienten. Die Probanden,bei denen der Arzt Werte aus Selbstkontrollen bei der Behandlung berücksichtigen konnte,hatten nach einem Jahr einen deutlich niedrigeren systolischen (oberen) Blutdruckwert als die Teilnehmer der Kontrollgruppe,deren Blutdruck nur in der Praxis gemessen wurde.

30.07.2018,Bildnachweis: iStock/calina

Trinken

Kein Stress für die Blase

Patienten mit einer überaktiven Blase sollten nicht zu viel trinken. Zwei Liter Flüssigkeit oder mehr am Tag zu konsumieren schadet bei ihnen eher,als es nützt. Das geht aus einer Studienanalyse im Journal of Urology hervor. Sie zeigt unter anderem,dass eine hohe Flüssigkeitsmenge bei den Patienten keinen Einfluss auf den Harndrang hat,aber zu häufigem Wasserlassen kleiner Mengen Urins führt.


28.07.2018,Bildnachweis: iStock/somchaij

Rückenschmerzen

Die Dosis macht’s   Frauen mit Schmerzen unbekannter Ursache im unteren Rückenbereich profitieren von Pilates-Übungen. Diese lindern die Pein und verbessern die Beweglichkeit,wie eine Untersuchung der Universität von São Paulo (Brasilien) zeigt. Zweimal Pilates-Training pro Woche erwies sich dabei als besonders wirksam. Allerdings ist dieses Training anderen Formen körperlicher Aktivität nicht unbedingt über­legen,wie die Physiotherapeuten und Gesundheitswissenschaftler um die Studienautorin Gisela Cristiane Miyamoto berichten.


 
27.07.2018,Bildnachweis: iStock/bdibdus

Influenza

Traurige Grippebilanz   Die Grippewelle 2017/18 forderte in Deutschland offiziell 1627 Menschenleben. Das sind die Todesfälle mit Influenza-Infektion,die dem Robert-Koch-Institut bis Anfang Mai gemeldet wurden. Tatsächlich aber waren es wahrscheinlich mehr als 10 000,schätzt der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission,Professor Thomas Mertens. Nach seiner Ansicht hätten mit einem effektiveren Impfstoff und einer höheren Grippe-Impfrate viele Todesfälle verhindert werden können. Zur Impf­rate gibt es noch keine aktuellen Daten. Im Winter 2016/17 ließ sich aber nur gut ein Drittel der über 60-Jährigen gegen Grippe impfen.


 
26.07.2018,Bildnachweis: istock/fstop123

Arzt

Teilzeit-Krankschreibung   Ärzte plädieren für eine Teilzeit-Krankschreibung als Alternative zur vollen Arbeitsunfähigkeit. Vor allem bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen sei diese oft kontraproduktiv. Symptome würden sich eher verstärken,und viele Betroffene hätten Angst um ihren Job. Wenn die Arbeitszeit lediglich reduziert sei,könnten Tagesstruktur und soziale Kontakte erhalten werden,heißt es in dem Beschluss des Deutschen Ärztetags.


 
25.07.2018,Bildnachweis: iStock/justme_yo

Muskelgedächtnis

Gerade sind Sie so gut im Training – und dann kommen der Urlaub, eine Grippe oder Überstunden dazwischen. Schon macht sich die hart erkämpfte Kondition und Muskelmasse auf den Rückzug. Auch der innere Schweinehund legt mit jedem trainingsfreien Tag kräftig zu.

Aber keine Sorge: Ärgern Sie sich nicht! Muskelzellen erinnern sich an ihre vorherige Leistungskraft. Sie laufen also viel schneller wieder zur alten Höchstform auf.

Quelle: https://bit.ly/2IvW8RL

Gesundheit

Alkohol kostet Lebensjahre   Schon eine Flasche Wein oder zwei Liter Bier pro Woche ver­kürzen die Lebenserwartung. Ab dieser Menge – sie entspricht etwa 80 bis 100 Milliliter reinem Alkohol – steigt das Risiko für einen Schlaganfall oder ein Herzversagen messbar,wie ein internationales Forscher-Team im Fachmagazin Lancet schreibt. Wer mehr als 200 Gramm Alkohol pro Woche trinkt,reduziert seine Lebenserwartung demnach um ein bis zwei Jahre. Bei mehr als 350 Gramm sind es bis zu fünf Lebensjahre weniger. Die Wissenschaftler analysierten die Daten von rund 600 000 Menschen aus 19 Ländern. Unterschiede zwischen Männern und Frauen fanden sie übrigens kaum.


 
23.07.2018,Bildnachweis: iStock/encklc

Gewicht

Rauchstopp ohne Reue   Wer mit dem Rauchen aufhört,legt oft an Gewicht zu – im Schnitt aber nur 1,3 Kilo,wie Lang­zeitdaten aus Korea zeigen. Das Risiko für Herz­infarkt und Schlag­anfall sinkt jedoch deutlich.


 
21.07.2018,Bildnachweis: istock/Rasulovs

Neugeborene

Ganz der Papa!   Ganz der Papa! Das behaupten ja viele,wenn das Baby auf der Welt ist und sie es zum ersten Mal sehen. Es gibt sogar die These,dass alle Neugeborenen erst mal dem Papa ähneln. Ob das stimmt oder nicht,ist unklar. Eine Studie der Binghampton University in New York legt zumindest nahe,dass die Kleinen davon ­profitieren ­würden. Die For­scher werteten Daten von 715 Familien aus und kamen zu dem ­Ergebnis: Väter ­kümmer­ten sich umso länger um ihr ­­Baby­,je ähnlicher es ihnen ist. Zudem ergaben sich Hinweise,dass die Kinder mit einem Jahr umso gesünder waren,je mehr Zeit sie mit dem Vater verbracht hatten.


 
20.07.2018,Bildnachweis: Thinkstock/Wavebreak Media

Heuschnupfen

Mit Medikament ans Steuer?   In Frühling und Sommer fliegen die Pollen wieder vermehrt. Doch viele Medikamente gegen Allergien beeinflussen die Fahrtüchtigkeit. Einfluss auf die Fahrfähig­keit können auch viele andere Präparate haben,ob rezeptfrei oder verschreibungspflichtig — etwa gegen Erkältungen oder Migräne. Tipp: Warnhinweise stehen im Beipackzettel.


 
19.07.2018,Bildnachweis: iStock/filmfoto

Typ-1-Diabetes

Keine Kinderkrankheit   Typ-1-Diabetes tritt öfter im mittleren Alter auf als bislang gedacht,zeigt eine britische Studie. Demnach sind vier von zehn Menschen mit Typ 1 beim Ausbruch der Krankheit älter als 30. Bei Erwachsenen sei es schwieriger als bei Kindern,zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2 zu unter­­scheiden,so die Forscher. Zudem würden viele Ärzte nicht gleich an die Diagnose Typ 1 denken.


 
18.07.2018,Bildnachweis: iStock/Siphotographie

Schlafkiller Smartphone

Vor dem Einschlafen noch schnell die Mails und Facebook checken, WhatsApp-Nachrichten beantworten oder eine Runde zocken: Viele haben elektronische Geräte permanent im Schlafzimmer und bleiben häufig länger wach als geplant. Schlaf ist wichtig für die körperliche und seelische Gesundheit. Daher lieber vor dem Schlafengehen offline gehen oder das Smartphone oder Tablet mal abschalten.

Quelle: https://bit.ly/2K5d0U6

 

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Prognose

Mehr Chancen bei Krebs   Für Tumorkranke in Deutschland haben sich die Aussichten verbessert. Bei fast allen Krebsarten ist die Fünf-Jahres-Überlebensrate nach oben gegangen. Privatdozent Dr. Volker Arndt vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg sieht dafür drei Gründe: Mehr Früherkennung,bessere Therapien und gezieltere Versorgung. So werden heute immer mehr Krebspatienten in spezialisierten Tumorzentren behandelt,in denen Ärzte aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten.

14.07.2018,Bildnachweis: istock/Johnny Greg

 

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Klinik-Essen

Nicht immer gesund   Zwei Scheibchen Wurst,eine Scheiblette Käse und ein paar Alibi-Gurken: So sieht das Abendessen in einigen deutschen Krankenhäusern aus. Nach Ansicht von Experten lässt das Essen in vielen Kliniken hierzulande zu wünschen übrig. Dabei sei es ein wichtiger Therapiefaktor. Außerdem bedenklich: In zahlreichen Klinikküchen sind Inventar und Ernährungskonzept veraltet.


13.07.2018,Bildnachweis: iStock/thelinke

DMP

Diabetes clever managen   7,9 Millionen Menschen nehmen in Deutschland an einem Disease-Management-Programm (DMP) teil,so der Qualitätsbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. DMPs gibt es für Menschen mit chronischen Erkrankungen; sie legen etwa bestimmte Untersuchungen fest. Patienten mit Typ-1-Diabetes profitieren laut Bericht von DMPs: Die Zahl der schweren Unter­zuckerungen habe deutlich abgenommen.

12.07.2018,Bildnachweis: Thinkstock/Monkey Business

Studium

Mehr ältere Semester   Mit 65 plus in den Hörsaal: In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Zahl der älteren Gasthörer in Deutschland mehr als verdreifacht. Das Fach Geschichte steht auf der Beliebtheitsskala ganz oben. An den meisten Universitäten braucht man für das Gaststudium kein Abitur – und es gibt weder einen Numerus clausus noch eine Altersgrenze.

11.07.2018,Bildnachweis: iStock/filadendron

Alzheimer

Humor hilft   Menschen kommen offenbar besser mit einer Demenz klar,wenn sie sich einen Sinn für Humor bewahren. Das sagen US-Forscher nach einer Studie mit 66 Patienten im Frühstadium der Erkrankung. So trägt Humor dazu bei,trotz der Diagnose einen Sinn im Leben zu sehen. Diesen Effekt fanden die Wissenschaftler aber nur für freundliche Heiterkeit – nicht für Witze auf Kosten anderer.


 
10.07.2018,Bildnachweis: Thinkstock/Photodisc

Flohmarkt

Gefährliches Spielzeug   Flohmärkte sind was Schönes. Oft verlässt man sie nicht nur mit einem Schnäppchen,sondern auch mit einem guten Gewissen. Schließlich wird nun Spielzeug weiterverwendet,das sonst womöglich im Müll ge­landet wäre. Muss ja nicht immer neu sein,oder? Britische Forscher von der University of Plymouth raten zur Vorsicht. Sie analysierten 200 gebrauchte Plastikspielzeuge – und fanden in vielen davon Stoffe,die für Kinder potenziell giftig und daher in neueren Produkten nicht mehr erlaubt sind.


 
09.07.2018,Bildnachweis: Istock/SerrNovik

Richtig eincremen

Kennen Sie schon die Elf-Hände-Regel? Sie hilft, die richtige Menge Sonnencreme zu finden. Einfach eine Sonnencreme-Bahn von der Mittelfingerspitze bis zur Handwurzel ziehen und gut verteilen. Das Ganze elf Mal wiederholen: Je eine Bahn pro Arm, zwei Bahnen auf jedes Bein, zwei weitere jeweils für Rücken und Bauch. Abschließend eine Bahn für die empfindliche Haut in Gesicht, Hals und Brustbereich. Achtung: Auch die Ohren nicht vergessen! Viel Spaß beim Sonnenbaden!

Quelle: https://bit.ly/2K8u2AJ

Augen

Das Erblinden stoppen   Hoffnung für Menschen,bei denen die scharfe Sicht schwindet: In den USA wurde vier Patienten ein Stammzell-Implantat gegen die häufigste Form der Makuladegeneration ­eingesetzt. Wie die Forscher im Fachmagazin Science Translational Medicine berichten,schritt das Leiden innerhalb von vier Monaten bei keinem Probanden fort. Studien mit mehr Teilnehmern sollen diesen Erfolg bestätigen.


 
07.07.2018,Bildnachweis: istock/erlkreis

Pflanzliche Fette

Schmackhafter Herzschutz   Pflanzliche Lebensmittel wie Olivenöl,Avocados,Nüsse und Samen sind reich an einfach ungesättigten Fett­säuren und verringern offenbar das Risiko,vorzeitig an einer Herzkrankheit zu sterben. Stammen die Fettsäuren aber aus tierischen Quellen,wirkt sich dies auf die Lebensspanne eher ungünstig aus. Zu diesem Schluss kamen US-Ernährungswissenschaftler auf einer Tagung der American Heart Association in New Orleans.

06.07.2018,Bildnachweis: istock/Larisa Blinova

Hautpflege

Lavendel und Teebaumöl nichts für Jungs   Haar- und Hautpflegeprodukte mit Lavendel- und Teebaumöl sollten Jungen vor der Pubertät nicht verwenden. Das empfahlen Forscher auf der Jahrestagung der US-Endokrinologen in Chicago. Acht der in Lavendel- und Teebaumöl enthaltenen ­Duftstoffe sollen östrogen­artige Wirkungen besitzen und die Aktivität der männ­lichen Sexualhomone verringern. Der längere Gebrauch solcher Pflegeprodukte ­könne bei Jungen vor der Pubertät ein ­Brust­wachstum verursachen.

05.07.2018,Bildnachweis: istock/petrenkod

Sommer

Bei Hitze aufs Herz achten   Wenn die Temperaturen im Sommer steigen,kann das Herzpatienten zu schaffen machen. Das gilt besonders,wenn sie ­Medikamente gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche einnehmen. Hitze kann zu Blutdruck­abfall,Kreislaufkollaps oder Muskelkrämpfen führen. Um das zu vermeiden,empfiehlt die Deutsche Herzstiftung,mit dem Arzt abzusprechen,ob die Dosis der Blutdruck- oder Herztabletten gege­­benenfalls gesenkt werden sollte.


 
04.07.2018,Bildnachweis: iStock/ALEAIMAGE/E+

Schmerzmittel

Rezeptfrei,aber nicht harmlos   Wer über längere Zeit rezeptfreie Mittel gegen Kopfweh schluckt,riskiert Dauerkopfschmerzen. Dr. Andreas Kiefer,Präsident der Bundesapothekerkammer,rät,die Präparate nicht länger als drei Tage hintereinander und höchstens zehn Mal im Monat einzunehmen. Wer häufig unter Kopfschmerzen leidet,sollte zum Arzt gehen.


 
03.07.2018,Bildnachweis: istock/gStockstudio

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