Allgemein

Abnehmen

Stehend abspecken

Die Kilos purzeln im Stehen fast von allein. Zu diesem Ergebnis kamen Ärzte in den USA,die für eine Metaanalyse insgesamt 46 Studien mit 1200 Teilnehmern ausgewertet hatten. Wer steht statt sitzt,verbrennt pro Minute 0,15 Kilokalorien mehr,berichten die Wissenschaftler im Fachblatt European Journal of Preventive Cardiology. Auf lange Sicht fällt das ins Gewicht. Wer pro Tag sechs Stunden steht,kann allein dadurch in vier Jahren bis zu zehn Kilo loswerden. Die zusätzliche Muskelarbeit hilft nicht nur beim Abspecken,sondern kann auch das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Typ-2-Diabetes senken. Also: Hoch vom Stuhl und mal im Stehen die Apotheken Umschau weiterlesen!

01.06.2018,Bildnachweis: iStock / Geber86

Ernährung

Fast Food reizt das Immunsystem

Viel Fett,viel Zucker,kaum Ballaststoffe – auf Fast Food reagiert das Immunsystem äußert aggressiv. Das zeigt eine im Fachmagazin Cell veröffentlichte Laborstudie der Universität Bonn. Ein Monat ungesunde Kost verursachte im Körper Entzündungen,­ähnlich wie nach einer bakteriellen Infektion. Durch gesunde Kost verschwand die akute Entzündung wieder,die Abwehr blieb aber in einer Art Alarmzustand. Nach Ansicht der Forscher könne eine solche Programmierung die Entstehung von Gefäßkrankheiten oder Typ-2-Diabetes drastisch beschleunigen.

31.05.2018,Bildnachweis: iStock / nitrup

Risiko

Demenz durch Alkohol

Der am stärksten beeinflussbare Risikofaktor für Demenz ist Alkohol: Er kann das Risiko um mehr als das Drei­fache ­erhöhen. Das folgern französische Forscher im Fachblatt Lancet Public Health nach der Auswertung fast einer Million Kranken­akten. Ab welcher Menge das Risiko steigt,geht aus den Daten nicht hervor. Als risikoarm gilt laut der Weltgesundheitsorganisation bei Männern ein halber Liter Bier oder ein viertel Liter Wein pro Tag,bei Frauen die Hälfte.

30.05.2018,Bildnachweis: istock/kiyanochka

Niederlande

Ab 18 Organspender

In den Niederlanden wird künftig jeder volljährige Bürger als Organspender erfasst. Will er das nicht,muss er schriftlich widersprechen. Auch in Deutschland wurde diese Möglichkeit diskutiert,doch nicht umgesetzt. Hier dürfen Organe nur entnommen werden,wenn der Verstorbene es so verfügt hat,etwa in einem Organspenderausweis.

29.05.2018,Bildnachweis: istock/Kerrick

Schönheits-OP

Fürs Foto unters Messer?

Eine kleinere Nase,straffere Lider und Wangen,um auf Bildern in sozialen Medien besser auszusehen. In den USA bekamen letztes Jahr 55 Prozent aller Plastischen Chirurgen solche Patientenwünsche zu hören – ein deutlicher Anstieg gegenüber 13 Prozent im Jahr 2016,zeigte eine Umfrage der American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgeons. Für Deutschland gibt es keine vergleichbaren Zahlen. Doch auch bei uns beeinflussen Trends in sozialen Medien die Patientenwünsche,sagten 80 Prozent der Schönheitschirurgen in einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

28.05.2018,Bildnachweis: iStock / Dirima

Emotionen

Was die Umarmung verrät

Ob aus Freude oder Trauer: In sehr emotionalen Momenten umarmen wir uns öfter von links als in neu­tralen Situationen. Das fanden Wissenschaftler der Ruhr-­Universität Bochum heraus. Sie werteten dazu mehr als 2500 Umarmungen aus. Der Grund sei biologischer Natur: Gefühle werden vor allem in der rechten Gehirnhälfte verarbeitet. Diese kon­trolliert die linke Körper­hälfte und führt bei großen Emotionen zu einer stärkeren Linksorientierung.

26.05.2018,Bildnachweis: istock/Jakob Wackershausen

Parkinson

Kalzium im Gehirn   Parkinson zählt zu den häufigsten Ner­ven­erkrankungen. Die Symptome sind unter anderem Zittern,Beweglichkeitsstörungen und Muskelsteifigkeit. Als eine mögliche Ursache haben Wissenschaftler das Protein Alpha-Synuclein in Verdacht. Es kommt auch in gesunden Nervenzellen vor,kann jedoch Ablagerungen bilden,die sich in den Nervenzellen von Parkinson-­Patienten nachweisen lassen.

Forscher der Universität von Cambridge (England) haben nun untersucht,warum. Offenbar beeinflusst Kalzium die Interaktion zwischen Alpha-Synuclein und Nervenstrukturen. Ist der Kalziumspiegel zu hoch,geht das Protein falsche Bindungen ein,die zu Ablagerungen führen können. Medikamente,die den Kalziumhaushalt ­beeinflussen,könnten deshalb auch bei Parkinson helfen,vermuten die Autoren in dem Fachmagazin Nature Communications.


 
24.05.2018,Bildnachweis: iStock/ktsimage

Toilette

Hygiene-Muffel

Nur acht Prozent der Toilettengänger reinigen ihre Hände anschließend wie empfohlen: mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife auch zwischen den Fingern. Das beobachteten Psychologie-Studierende der SRH Hochschule Heidelberg bei 1000 Besuchern in den Wasch­räumen öffentlicher Toiletten. Elf Prozent der Männer wuschen sich die Hände gar nicht. Bei den Frauen waren es drei Prozent.

23.05.2018,Bildnachweis: iStock/Tracey Ayton

Monatsblutung

Druck gegen Schmerzen

Frauen können krampfartige Schmerzen während der Periode mit Aku­­pressur selbst lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an der Berliner Charité. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten 221 Frauen zwischen 18 und 34 Jahren,die per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Nur in einer Gruppe drückten die Teilnehmerinnen bei Regelschmerzen bestimmte Punkte an Beinen,Füßen und Händen,die ihnen eine speziell für die Studie entwickelte App anzeigte. Nach drei Monaten berichteten 37 Prozent der Frauen aus der Aku­pressur-Gruppe über eine deutliche Schmerz­reduktion,nach sechs Monaten 58 Prozent. In der Kontrollgruppe waren es jeweils 25 Prozent. Zudem nahmen sie weniger Schmerzmittel ein.

22.05.2018,Bildnachweis: iStock/hannamonika

Heißgetränke

Besser lauwarm trinken

Für Menschen,die rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken,erhöhen sehr heiße Getränke das Risiko für Speise­röhrenkrebs deutlich. Das geht aus einer Analyse der Daten von 500 000 Personen hervor,die im Fachmagazin Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Bereits 2016 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung Heißgetränke mit einer Temperatur von mehr als 65 Grad generell als „wahrscheinlich ­­krebserregend“ ein.

21.05.2018,Bildnachweis: iStockphoto/vikif